provozieren


provozieren
schüren (umgangssprachlich); anecken; anheizen (umgangssprachlich); Öl ins Feuer gießen (umgangssprachlich)

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pro|vo|zie|ren [provo'ts̮i:rən] <tr.; hat:
zu einer bestimmten [unbedachten] Reaktion zu veranlassen suchen:
das tut, sagt er nur, um dich zu provozieren; ich lasse mich von dir nicht provozieren; <auch itr.> sie will nur provozieren.
Syn.: herausfordern, reizen.

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pro|vo|zie|ren 〈[ -vo-] V. tr.; hat
1. etwas \provozieren heraufbeschwören, hervorrufen
2. jmdn. \provozieren jmdn. zu einer unbedachten Handlung veranlassen, jmdn. herausfordern
● eine Krankheitserscheinung \provozieren; Widerstand, Widerspruch \provozieren; ein solches Verhalten wirkt \provozierend [<lat. provocare „heraus-, hervorrufen“; zu vocare „rufen“]

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pro|vo|zie|ren <sw. V.; hat [lat. provocare = heraus-, hervorrufen; herausfordern, reizen]:
1.
a) sich so äußern, verhalten, dass sich ein anderer angegriffen fühlt u. entsprechend reagiert; herausfordern:
den Redner p.;
jmdn. zu kränkenden Äußerungen p.;
<auch ohne Akk.-Obj.:> die Autorin wollte [mit dem Stück] p.;
provozierende Zwischenrufe;
b) bewirken, dass etw. ausgelöst wird, hervorrufen:
bewusst Widerspruch p.;
ein Unglück p.
2. (Med.) (zu diagnostischen od. therapeutischen Zwecken) bestimmte Reaktionen, Krankheitserscheinungen künstlich auslösen:
Erbrechen p.

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pro|vo|zie|ren <sw. V.; hat [lat. provocare = heraus-, hervorrufen; herausfordern, reizen] (bildungsspr.): 1. a) sich so äußern, verhalten, dass sich ein anderer angegriffen fühlt u. entsprechend reagiert; herausfordern: den Redner p.; keiner ließ sich p.; jmdn. zu kränkenden Äußerungen p.; Andererseits provoziert sie ihn zu Eifersucht (Spiegel 29, 1991, 72); Es ist eine leidenschaftliche und erstaunliche Abrechnung mit dem Bruder - erstaunlich, weil dieser sie keineswegs provoziert hatte (Reich-Ranicki, Th. Mann 156); <auch ohne Akk.-Obj.:> der Autor wollte [mit dem Stück] p.; Im falschen Augenblick kann die Wahrheit provozierend wirken (H. Gerlach, Demission 223); provozierende Zwischenrufe; etw. in provozierendem Ton sagen; b) bewirken, dass etw. ausgelöst wird, hervorrufen: einen Beschluss, eine Diskussion, bewusst Widerspruch p.; Krach, einen Skandal, einen Angriff, ein Unglück p.; weil sie glaube, dass das Musizieren ... bei diesen Kindern eine Entwicklung provoziere, die durch nichts sonst zu p. sei (M. Walser, Seelenarbeit 126); Was war das für eine Dichtung, die eine solche Gewalt zu p. vermochte? (Ransmayr, Welt 57). 2. (Med.) (zu diagnostischen od. therapeutischen Zwecken) bestimmte Reaktionen, Krankheitserscheinungen künstlich auslösen: für einen Hauttest eine Allergie p.; Erbrechen p.

Universal-Lexikon. 2012.


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